Die amerikanischen Sexualforscher William H. Masters und Virginia E. Johnson haben im Jahr
1970 zum ersten Mal die anatomischen und physiologischen Reaktionen des Menschen auf
sexuelle Stimulierung ausführlich beschrieben. Sie pragten den Begriff vom "sexuellen
Reaktions-Zyklus", der ausschliesslich die körperlichen Veranderungen bei Mann und Frau
benennt:
Sexuelle Erregung kann nicht nur durch körperliche, sondern auch durch psychische Stimulierung
hervorgerufen werden: durch visuelle Reize, durch Träume, die eigene Vorstellungskraft und
durch sexuelle Phantasien. Eine Abgrenzung, welche Art der Stimulierung die "normalere" sei,
gibt es nicht - und auch die weit verbreitete Annahme, dass Männer gundsätzlich auf andere
Reize reagierten als Frauen, ist so nicht haltbar. Die einzigen Unterschiede, die es in diesem
Bereich gibt, sind individueller Natur - d.h. jeder Mensch ist sexuell auf seine ganz eigene Art
besonders ansprechbar.